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Eine moderne Passionsmusik mit heutigen Kommentaren: Denker unterschiedlicher Richtung und Herkunft geben jedem der sieben Worte Jesu am Kreuz eine aktuelle Deutung. Die Klänge gibt Sofia Gubaidulina hinzu. In „instrumentale metaphorische Gesten“ wollte die russische Komponistin die sieben letzten Worte Jesu übersetzen. Dem Violoncello als Symbol für das Hohe und den Himmel steht der „irdische“ Bajan, die russische Knopfharmonika, gegenüber. Die Streicher liefern den spannungsgeladenen Klanggrund, in dem Gubaidulina einmal mehr aus den kaukasischen und asiatischen, aber auch gregorianischen Wurzeln ihres Stils schöpft.
Sofia Gubaidulina gilt in der internationalen Fachwelt als eine der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit. Geboren 1931 in Tschistopol an der Wolga, studierte sie am Moskauer Konservatorium bei Nikolaij Pejko, dem Assistenten Schostakowitschs, Komposition. Vielfach mit Preisen ausgezeichnet lebt sie seit 1992 in der Nähe von Hamburg.
Eine Produktion von PSALM 2005
Arvo Pärt: Fratres
Sofia Gubaidulina: Sieben Worte
mit Interpretationen von christlichen, jüdischen, muslimischen und profanen Denkern
Ruth WINKLER, Violoncello
Georg SCHULZ, Bajan
Michael BRANDSTÄTTER, Dirigent
recreation ∙ GROSSES ORCHESTER GRAZ
Kritik in der Kleinen Zeitung
Kritik in der Kronenzeitung
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