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Jordi SAVALL, Dirigent
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1941 in Barcelona geboren, studierte Jordi Savall zunächst Violoncello am Konservatorium von Basel, ehe er sich unter dem Eindruck eines Konzertes seines Landsmannes Pablo Casals der Erforschung Alter Musik, ihrer Spielweise und Literatur zuwandte und zur Gambe griff. In kürzester Zeit entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Forscher und Interpreten für die Musik vor 1800. Jordi Savall gilt als Urheber der Wiederbelebung der Viola da Gamba.
1974 versammelte er in Basel gemeinsam mit seiner Frau Montserrat Figueras einige der besten Alte-Musik-Solisten im Ensemble Hespèrion XX. Als vokale Ergänzung gründete er 1987 in Barcelona La Capella Reial de Catalunya. Ein weiteres Ensemble unter seiner Leitung ist das 1989 gegründete Orchester Le Concert des Nations, mit dem er hauptsächlich das Repertoire der Klassik erarbeitet.
Seit drei Jahrzehnten setzt sich Jordi Savall mit nicht nachlassender Leidenschaft und Intensität für die spanische Musik des Mittelalters, der Renaissance und der Barockzeit ein. Die Einspielungen seiner zahllosen Wiederentdeckungen haben Maßstäbe gesetzt und den Interpretationsstil und die Aufführungspraxis für diese bis dahin vergessene Musik neu definiert. In der Editionsreihe „Musica Iberica“ ist Jordi Savalls innovative Arbeit vorbildlich dokumentiert. Die CD-Serien „Musica Gallica“, „Musica Britannica“ und „Musica Germanica“ spiegeln darüber hinaus sein beispielhaftes Engagement für die gesamteuropäische Musik vor 1800 wider. Und sie präsentieren Jordi Savall als einen spiritus rector, wenn es gilt, neue Wege auf dem Terrain der historisierenden Aufführungspraxis zu gehen. Mit seiner instrumentalen Virtuosität, seiner hohen Musikalität und überzeugenden Darstellungskultur hat er der Alten Musik den Weg auch ins 21. Jahrhundert gewiesen.
2008 wurde Jordi Savall von der Europäischen Kommission zum „Botschafter für den interkulturellen Dialog, 2008“ ernannt. Gemeinsam mit seiner Frau Montserrat Figueras wurde ihm von der UNESCO der Titel „Künstler für den Frieden“ zuerkannt. 2009 folgte – diesmal von der Europäischen Union verliehen – der Titel „Botschafter des europäischen Jahres der Kreativität und Innovation“. 2009 wurde er mit dem Händelpreis der Stadt Halle und dem Nationalen Kulturpreis Kataloniens ausgezeichnet, 2011 mit dem Praetorius Musikpreis Niedersachsen. Sein neues prächtiges CD-Projekt „Die Dynastie Borgia“ wurde mit dem Grammy 2011 gekrönt.
... zu Gast bei den Konzerten „Pariser Sinfonien“ (Saison 03/04), „Jupiter“ (Saison 04/05), „Jahreszeiten“ (zu Gast bei styriarte 2006), „Follia im Feenreich“ (Saison 06/07) und „Wassermusik“ (Saison 10/11)
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